Kebab & Kluntje – ein Blick über den Tellerrand

Das Projekt „Kebab & Kluntje – ein Blick über den Tellerrand“ dient dazu, ein Konzept zu entwickeln, um Schülerinnen und Schülern, beispielhaft aus Amsterdam und Rhauderfehn, für interkulturelle Fragestellungen zu interessieren und ihnen entsprechende eigene Erfahrungen zu ermöglichen. Dadurch soll die interkulturelle Kompetenz der Schüler/-innen zunehmend erweitert werden. Wir wollen gemeinsam Ideen entwickeln und dazu passende Methoden und Materialien erarbeiten, ausprobieren und deren Effektivität im Hinblick auf die Zielsetzung evaluieren.

Während des dreijährigen Durchgangs sollen die Teilnehmer/-innen möglicherweise vorhandene stereotype Vorstellungen ablegen, indem sie sich mit beiden Kulturen befassen und ihre interkulturelle Kompetenz ausbauen (daher: „ein Blick über den Tellerrand“). Daneben verfolgen wir mit dem Projekt das Ziel, dass Jugendliche durch authentische Kontakte mit Jugendlichen aus dem anderen Sprach- und Kulturraum ihren eigenen Spracherwerb intensivieren und ausbauen. Die Schüler werden durch die Teilnahme des Projekts motiviert, Sprachen zu erlernen und anzuwenden, sie können damit ein Bewusstsein für die Bedeutsamkeit des Erlernens der Nachbarsprachen entwickeln. Durch dieses Projekt sollen der interkulturelle Dialog der SchülerInnen erweitert und ihre kulturelle sowie sprachliche Integration in Europa gefördert werden, indem sie mit SchülerInnen aus einem anderen europäischen Land in näheren Kontakt treten. Dies erfolgt zunächst in kurzen Chats, Emails und Videokonferenzen, später in der persönlichen Begegnungen. Damit wird über weite Strecken der aktive europäische Bürgersinn der SchülerInnen gefördert.

Geplant ist dabei die regelmäßige Nutzung von innovativen Lehr- und Lehrmethoden auf der Grundlage der IKT. Damit erweitern die SchülerInnen ihre Kenntnisse im Umgang mit den modernen Kommunikationsmitteln. Gleichzeitig ist die mediale Nutzung ein Weg, um das Lernen für die SchülerInnen attraktiver zu gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erweiterung der fremdsprachlichen Kompetenz, da diese eine notwendige Voraussetzung für die Erhöhung der Mobilitätschancen innerhalb Europas darstellt. Hierzu werden Schülertandems gebildet, so dass jeder Schüler abwechselnd die Rolle des Lehrenden und des Lernenden einnimmt. Alle Kompetenzbereiche des GER (Schreiben, Lesen, Sprechen und Hören) in den Niveaustufen A2/B1 sollen durch Kontakte per Email, Videobotschaften, Chat- und Videokonferenzen, Flashmeetings u.a. berücksichtigt werden. Schüler erleben beim Spracherwerb häufig Motivationsprobleme, weil Grammatik- und Wortschatzerwerb im herkömmlichen Sprachlehrgang anstrengend und abstrakt sein können Wir erwarten, dass die Anwendung der Sprache im Rahmen von aufgabenorientiertem Lernen und einer lebensechten Umgebung, der Austausch mit Altersgenossen über interkulturelle Themen sich auf das Erlernen der Fremdsprache Deutsch bzw. Niederländisch stark motivierend wirken wird. Insbesondere erwarten wir, dass der Rollenwechsel in die Lehrerrolle gegenüber dem Tandempartner (in seiner Muttersprache) das Selbstbewusstsein und die Kooperationskompetenz unserer Schüler/-innen erhöhen wird.


Interessantes zum Projekt:

Erste Begegnung in Amsterdam

2. November 2015 Sabine Brunken

Evaluation Schüleraustausch Amsterdam Persönlicher Eindruck über die Stadt Unserer Meinung nach bestehen große Unterschiede zwischen dem Leben in Amsterdam und dem Leben in Rhauderfehn. In Amsterdam werden alle Kulturen akzeptiert, was uns faszinierte, wir werden versuchen, uns daran ein Beispiel nehmen. Es war schön zu erleben, wie das Leben in Amsterdam ist, denn so waren […]